Der Vulkan, der sein Gesicht nicht zeigt: El Arenal – Costa Rica

Wenn die Sicht klar wäre sähe man hier den Vulkan Arenal
Wenn die Sicht klar wäre sähe man hier den Vulkan Arenal

Von San Jose nach El Arenal sind es etwa 5 Stunden Autofahrt. Über Athena, berühmt für das beste Klima weltweit, geht es  vorbei an fruchtbaren Feldern, Kaffeplantagen und kleinen Dörfern, die mich rasch die Hektik der Grossstadt vergessen lassen. Als wir ankommen ist es schon dunkel.  Wir checken ein im “the Springs” Resort. Hier gibt es auf riesigem Areal Dutzende von Becken mit unterschiedlich temperierten Thermalwassern.

Am nächsten Morgen weckt uns tropischer Regen. Die Terrasse ist überdacht und deshalb lässt es sich hier prima Hängematten schaukeln und dem Regen zuschauen. Das machen wir ausgiebig. Und natürlich baden, baden, baden.

Hier würde man den Vulkan sehen...wenn die Wolken ihn freigäben
Hier würde man den Vulkan sehen…wenn die Wolken ihn freigäben
Wasser dampft
Wasser dampft

Am nächsten Morgen: Regen. Aber wenn stört’s. Ab ins Wasser. Je nach Becken ist die Wassertemperatur zwischen 26 und 37 Grad und mit unterschiedlichen Mineralstoffkonzentrationen. Stundenlang das prickelnde Thermalwasser auf der Haut spüren und dabei in die Baumkronen gucken, Affen zu schauen und Schmetterlinge beobachten. Besser relaxen geht nimmer.

Wasser fällt

Unglaublich: so ein Luxus! Es sieht fast so aus als arbeiteten hier mehr Menschen im Hotel als es Gäste hat. Die Gärten und Bassins werden jeden Morgen gereinigt und nach Giftschlangen untersucht. Immerhin sind wir hier im Regenwald. Und da ist ganz schön was los flora- und faunamässig.

überall blüht es
überall blüht es
Faulenzen
Faulenzen

Keine Ahnung wie sie das hinkriegen: aber in diesem Resort stimmt einfach alles, auch innen. Die Materialien stammen allesamt aus der unmittelbaren Umgebung. Natur gepaart mit Hightec. Der I-Pod Anschluss an der zimmerinternen Dolby Surround-Anlage sorgt dann auch für Deep House heute abend. Was wohl die Brüllaffen dazu sagen?

auch im Regen schön
auch im Regen schön

Der Vulkan hat sein Gesicht nicht gezeigt. Unser Plan hinauf zu wandern ist vor lauter Regen ins Wasser gefallen.  Und so blieb uns am Ende nichts anderes übrig als träge aber glücklich wie ein Faultier im Baum drei Tage lang abzuhängen und die Natur zu geniessen. Und die ist schliesslich deshalb so schön, weil es hier so viel regnet.

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Published by Gitti Müller

Gitti Müller ist Buchautorin und Filmemacherin aus Köln. Für ihre Reportagen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Sie selbst bezeichnet sich als Globetrotterin und Storytellerin aus Leidenschaft. http://de.wikipedia.org/wiki/Gitti_Müller www.gitti-mueller.de

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